Der Internationale Lyceum Club Stuttgart e.V. besteht seit 1904, hervorgegangen aus dem Deutschen Frauen-Club Stuttgart. Sein 14-tägiges Programm mit interessanten Vorträgen aus Kunst, Kultur und Wissenschaft, Konzertnachmittagen, Besuchen aktueller Ausstellungen in und um Stuttgart sowie Fahrten zu Partnerclubtreffen wird von den Lyceinnen gerne angenommen und gepflegt. Internationale Kongresse, Kulturtreffen und Begegnungen der deutschen Clubs sind beliebte Ereignisse, die Freundschaften festigen und eine herzliche Verbundenheit entwickeln.
Ansprechpartnerinnen
Annegret Seime-Meinhard – Präsidentin
Christiane Blickle – Vizepräsidentin
Kontakt
Mail: info@lyceumclub-stuttgart.de
Internet: www.lyceumclub-stuttgart.de
Stuttgarter Club Programm im Überblick
Staatsgalerie Stuttgart - Familienbande
Führung in der Staatsgalerie mit der Kunsthistorikerin Frau Will.
Haushaltsfamilie, Kindersegen, Kleinfamilie …wie sich die Zusammensetzung und die Vorstellung, was eine Familie ausmacht, durch die Jahrhunderte ändert, zeigt diese Führung anhand ausgewählter Beispiele unterschiedlicher Epochen.
Im Anschluss ist ein gemeinsames Mittagessen im „Plenum“ oder in der „Alten Kanzlei“ geplant. Bitte bei der Anmeldung zu der Führung angeben, ob Ihr an einem gemeinsamen Mittagessen teilnehmen wollt.
Maximale Teilnehmerzahl: 20 Personen,
Anmeldung bis zum 08.04.2026 bei Traudl Hoops.
Eine Warteliste wird nach 20 Anmeldungen angelegt, falls jemand absagt, kann nachgerückt werden.
Treffpunkt in der Staatsgalerie bei Frau Will um 10.45 Uhr.
Da viele Lyceinnen Mitglied in der Staatsgalerie sind und keinen Eintritt für die Ausstellung bezahlen müssen, muss jede ihren Eintritt selbst bezahlen (15,00 €). Führung und Kopfhörer kosten 7,00 €. Traudl Hoops sammelt das Geld ein. Bitte kommt rechtzeitig. Häufig ist an der Kasse ein großer Andrang. Wir wollen die Führung pünktlich um 11.00 Uhr beginnen.
Elisabeth Weller: Literarische Exkursion
Die drei Gedichte, die wir besprechen, beleuchten das Verhältnis zwischen Mensch und Natur: Von Joseph von Eichendorffs “Musik in Sprache”, über Tarjei Vesaas “Still-Leben” bis hin zum Gedicht „Der Berg hält den Atem an“ von Jon Fosse, dem wortkargen Nobelpreisträger von 2023. Alle drei beschäftigen sich mit der Schönheit der Stille, denn wie Fosse mit Meister Eckhart sagt, gehe es darum, sich selbst meditativ zu entbinden, d.h. sich nicht etwa auszudrücken, sondern sich vielmehr loszuwerden.
Elisabeth Weller ist Literaturwissenschaftlerin.
15.00 Uhr: Kaffeestunde
16.00 Uhr: Programm
Ausflug
Das „Ausflugsteam“ arbeitet noch daran. Ziel und Ablauf werden rechtzeitig bekanntgegeben.
Dr. Alexander Tuczek: Schmerztherapie
– Wie können Schmerzen behandelt werden? –
Schmerzen sind ein sinnvolles und überlebenswichtiges Instrument, um Schäden von uns und unserem Körper abzuwenden. Sie können aber auch ihre Sinnhaftigkeit verlieren und sich als chronische Schmerzen zu einem komplexen Krankheitsbild entwickeln, welches verschiedene Lebensbereiche wie Beruf, Familie und soziale Aktivitäten beeinflussen kann. Chronische Schmerzen entstehen durch ein Zusammenspiel körperlicher, psychischer und sozialer Faktoren. Um der Komplexität dieser Erkrankung gerecht zu werden, basiert der Behandlungsansatz der stationären interdisziplinären, multimodalen Schmerztherapie auf dem wissenschaftlich fundierten bio-psycho-sozialen Schmerzmodell. Dies bedeutet, dass der Schmerz nicht isoliert betrachtet werden kann, sondern im Zusammenhang mit individuellen Faktoren gesehen werden muss.
Dr. Alexander Tuczek, Sektionsleiter der Schmerztherapie am Rems-Muss-Klinikum Winnenden, wird uns den komplexen Mechanismus der Entstehung, der Risikofaktoren, der Auswirkungen chronischer Schmerzen und das Behandlungskonzept der Schmerztherapie vorstellen.
15.00 Uhr: Kaffeestunde
16.00 Uhr: Programm
Andreas Hofer: Wie kann die Stadt der Zukunft aussehen?
In Jahr 2027 feiert die Weissenhof-Siedlung auf dem Killesberg ihren hundertsten Geburtstag. 1927 bewegte diese Siedlung die Architekturwelt und sie löste beim Publikum gemischte Gefühle aus: Wollen wir in Zukunft in Wohnmaschinen leben, passen einfache, kubische Gebäude mit flachen Dächern in unsere vertraute Landschaft, kann ein noch so guter Wohnungsbau die sozialen nachbarschaftlichen Netze einer vorindustriellen Gesellschaft ersetzen? Hundert Jahre später stellen sich ähnliche Fragen vor anderem Hintergrund. Billige Energie heizt unsere Häuser, ermöglicht Reisen, vernetzt die effizientesten Produktionsstandorte weltweit, die ihre Produkte in Paketen in unsere Treppenhäuser liefern. Können wir mit diesem Komfort, ob in Wohnsiedlungen oder im Eigenheim noch guten Gewissens leben? Bedrohen wir damit nicht die Zukunft unserer Kinder und Enkel, die mit vielfältigen Naturkatastrophen zurechtkommen müssen?
Internationale Bauausstellungen bieten die Chance, Zukunftspfade zu öffnen und abseits alltäglicher Zwänge Grundsatzfragen zu stellen. Diese Arbeit ist nicht komfortabel, stößt an vielen Stellen auf Widerstand, löst aber an anderen Kräfte aus, die für die Zukunft der Region wertvoll sein werden. Über Zukunftsangst und Zukunftsfreude, die Bauausstellung 2027, ihre Ziele, Strategien und Möglichkeiten wird unser Referent reden.
Andreas Hofer, Intendant/Geschäftsführer/CEO, Internationale Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart.
15.00 Uhr: Kaffeestunde
16.00 Uhr: Programm
Susanne Roller: Carl Laemmle
– Ein schwäbischer Filmpionier –
Dem gebürtigen Laupheimer war es nicht in die Wiege gelegt, einmal ein Großer im internationalen Filmgeschäft zu werden. Als Sohn eines jüdischen Viehhändlers verließ er seine schwäbische Heimat, wanderte nach Amerika aus und gründete in Hollywood die berühmten Universal Picture Studios. In seiner Heimatstadt wird jedes Jahr ein nach ihm benannter Filmpreis verliehen.
Susanne Roller ist Historikerin, Politologin und Germanistin.
15.00 Uhr: Kaffeestunde
16.00 Uhr: Programm





